Wangentreppen


Diese Bauart findet ihre Anwendungen bei

   - Treppen, die frei im Raum stehen
   - nicht tragenden Wänden z. B. Gipskarton, Fachwerkwänden
   - vor großen Fenstern und Glasfassaden

Die tragenden Teile der Wangentreppe sind die "Wangen", brettartige Bauteile, die sich seitlich von den Stufen befinden.

Die Stufen sind in die Wangen eingelassen. Früher wurden diese Ausnehmungen von Hand mit einem Stecheisen eingestemmt. Daher kommt die Bezeichnung "eingestemmte Holzwangentreppe".

Durch die Anordnung der Stufen zu den Wangen ergibt sich in konstruktiver Hinsicht eine verwindungsfreie Steifigkeit, die kleinste Querschnitte bei größter Spannweite ermöglicht.

Bei der Wangentreppe handelt es sich um eine traditionelle Konstruktion, die sich sowohl für historische Treppenarchitektur eignet z.B. in Kombination mit gedrechselten Treppengeländern; sie bietet auch in Verbindung mit Materialien wie Glas und Stahl einen großen Gestaltungsspielraum.